So funktioniert's

Von der Doku
zum Hinweis.

ORUS wertet aus, was in Ihrem Haus ohnehin dokumentiert wird. Wie aus einzelnen Einträgen ein verständlicher Hinweis wird, zeigen wir hier Schritt für Schritt.

Pflegekraft zeigt einer Bewohnerin etwas auf dem Bildschirm

In vier Schritten

Der Weg eines Hinweises.

1 · Dokumentation

Vitalwerte, Beobachtungen und Pflegeberichte entstehen im normalen Arbeitsablauf.

2 · Pseudonymisierung

Personenbezug wird getrennt, bevor die Auswertung beginnt. Die Analyse arbeitet mit Pseudonymen.

3 · Auswertung

Das Modell vergleicht den aktuellen Verlauf mit dem bisherigen und erkennt Abweichungen.

4 · Hinweis

Das Team erhält einen Hinweis in klarer Sprache, mit den Beobachtungen, die dahinterstehen.

Architektur

Neun Schichten, klar getrennt.

Jede Schicht hat eine klar umrissene Aufgabe. Die Trennung macht das System prüfbar, für Datenschutzbeauftragte ebenso wie für Fachprüfungen.

1

Dateneingabe

Anbindung an das bestehende Dokumentationssystem. Vitaldaten, Medikationsdaten und Pflegeberichte werden übernommen.

2

Vorverarbeitung

Werte werden vereinheitlicht und auf Plausibilität geprüft. Unvollständige Einträge führen nicht zu falschen Hinweisen.

3

Merkmalsbildung

Aus Rohdaten entstehen auswertbare Verlaufsmerkmale, etwa Trinkmengenverlauf oder Schlafmuster über mehrere Tage.

4

Beziehungsmodell

Zusammenhänge zwischen Merkmalen werden als Graph abgebildet. So wird sichtbar, welche Veränderungen gemeinsam auftreten.

5

Modell

Ein Graph-basiertes neuronales Netz mit Zeitreihenkomponente bewertet den Verlauf.

6

Einschätzung

Das Ergebnis wird als Aufmerksamkeitshinweis für die kommenden Tage ausgegeben, nicht als Diagnose.

7

Pseudonymisierung

Die Trennung von Person und Verlaufsdaten ist fest in der Verarbeitungskette verankert.

8

Darstellung

Rollenabhängige Aufbereitung für Pflegefachkraft, Wohnbereichs-, Einrichtungsleitung und Träger.

9

Protokollierung

Jeder Hinweis, jede Rückmeldung und jeder Zugriff wird nachvollziehbar protokolliert.

Erklärbarkeit

Kein Wert ohne Begründung.

Ein Risikowert ohne Erklärung ist im Pflegealltag wertlos, und fachlich nicht vertretbar. ORUS zeigt zu jedem Hinweis, welche Beobachtungen ihn ausgelöst haben.

Beispiel: „Erhöhte Aufmerksamkeit empfohlen, Grundlage: Trinkmenge an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter dem individuellen Durchschnitt, zwei dokumentierte nächtliche Unruhephasen, verändertes Gangbild am Vortag."

Die Fachkraft kann jeden dieser Punkte prüfen. Stimmt die Einschätzung nicht, wird sie als unzutreffend markiert, und fließt in die Weiterentwicklung des Modells ein.

Häufige Fragen

Was Teams uns fragen.

Müssen wir zusätzlich dokumentieren?
Nein. ORUS arbeitet mit der Dokumentation, die ohnehin geführt wird. Es gibt keine zusätzlichen Formulare und keine Doppelerfassung. Die einzige Rückmeldung, um die wir bitten, ist eine kurze Einordnung, ob ein Hinweis zutreffend war.
Ersetzt ORUS die fachliche Einschätzung?
Nein. ORUS stellt keine Diagnosen und löst keine Maßnahmen aus. Es weist auf Veränderungen hin und erklärt, worauf der Hinweis beruht. Die fachliche Bewertung und jede daraus folgende Entscheidung bleiben beim Pflegeteam.
Funktioniert das mit unserem Dokumentationssystem?
ORUS ist so angelegt, dass es an gängige Dokumentationssysteme angebunden werden kann. Welche Schnittstelle in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir im Vorgespräch, das gehört zur Pilotvorbereitung.
Was passiert, wenn ein Hinweis falsch war?
Das ist ausdrücklich vorgesehen. Die Fachkraft markiert den Hinweis als unzutreffend. Diese Rückmeldung wird protokolliert und fließt in die Weiterentwicklung ein. Ein System, dem nicht widersprochen werden kann, wäre im Pflegealltag nicht tragbar.
Wie lange dauert die Einführung?
Das hängt von der Anbindung an Ihr Dokumentationssystem ab. Den konkreten Ablauf und den Zeitbedarf besprechen wir im Vorgespräch, bevor eine Zusammenarbeit beginnt.

Im Detail ansehen.

In einem Gespräch gehen wir die Architektur und die Anbindung an Ihr System konkret durch.